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280 Lehrlinge freigesprochen
Schreiner bei Freisprechungsfeier in Bruchsal am stärksten / Blanco-Chef Frank Straub hielt Festrede
Bruchsal (mjo). Die traditionelle Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft für die Region Karlsruhe im Gewerblichen Bildungszentrum Bruchsal erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die ausführlichen Ehrungen von Prüfungsbesten bei der Gesellenprüfung und Siegern im praktischen Leistungswettbewerb und die knapp gehaltenen Ansprachen der Honoratioren werden stets von mitreißender Rock und Popmusik umrahmt. So schließen sich Jahr immer mehr Innungen der Veranstaltung an. In diesem Jahr sprengte die Zahl der Besucher beinahe den Rahmen des festlich geschmückten Foyers.
Kein Wunder, dass der stellvertretende Kreishandwerksmeister Gerhard Feldmann strahlte: "Wir sprechen heute 280 Gesellen frei", verkündete er, "darunter sind 43 junge Frauen". Von diesen kommen 20 aus dem Friseur- und zehn aus dem Konditorenhandwerk. Standen bei den Männern bisher die Kraftfahrzeug-mechatroniker an erster Stelle (39) so wurden sie dieses Mal von den Tischlern überrundet. Die Schreinerinnungen Karlsruhe und Bruchsal stellten zusammen 51 ehemalige Auszubildende, auf Platz zwei lagen die Feinwerkmechaniker der verschiedenen Fachrichtungen mit 41 Junggesellen.
Frank Straub, Vorsitzender der Geschäftsführung der Firma Blanco (Oberderdingen) gratulierte den jungen Leuten in seiner Festansprache zum Übergang vom Erzogenwerden zur Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung. Ins Stammbuch schrieb er ihnen den hohen Wert von Ethik und traditionellen Werten im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern. "Das macht sich langfristig bezahlt", sagte er.
Landrat Christoph Schnaudigel ging auf das Duale Ausbildungssystem ein, das er als "fundamental wichtig" bezeichnete. Er unterstrich den hohen Stellenwert, den eine gute und fundierte Ausbildung für junge Menschen besitzt. Es sei daher ein gutes Zeichen, dass es im Landkreis , auch an den kreiseigenen Berufsschulen, viele Angebote an Fort- und Weiterbildung gebe. Gerhard Feldmann fürchtet und um den Fortbestand des Dualen Systems, obwohl dem deutschen Vorbild doch in vielen Ländern dieser Erde nachgeeifert werde.
Die Karlsruher Wirtschaftsbürgermeisterin Margret Mergen zeichnete den jungen Leuten einen guten Zukunftsweg vor, denn sie hätten eine Zeit erwischt, in der die Betriebe boomen und Fachkräfte gesucht seien. "Gehen Sie in Betriebe, die sie spannend finden", rief sie den jungen Leuten zu. "Und wenn Sie nicht finden, was Sie suchen, dann machen Sie sich selbständig."
Geehrt wurden 32 Sieger des Praktischen Leistungswettbewerbs der Handwerksjugend, an der Spitze der Maurer Michael Janzer aus Bruchsal, der Bundes-, Landes- und Kammersieger wurde. Geehrt wurden ferner die zwölf Prüfungsbesten der Gesellenprüfung, an der Spitze der Tischler Andreas Müller aus Karlsruhe, sowie die vier besten Prüflinge des Jahres: der Zimmerer Jochen Müller (Reilingen), Tischler Daniel Cieschoka (Karls-ruhe), Bäcker Patrick Köhler (Ubstadt-Weiher) und Tischler Andreas Mül-ler (Karlsruhe). Für die musikalische Umrahmung sorgte der Showchor con trast unter der Leitung von Walter Seitz.
 Gerd Lutz, Hauptgeschäftsführer der Karlsruher Handwerkskammer, ehrt die Landes- und Kammersiegerin im Fotografenhandwerk, Helia Fernandes. |
 Es gratulierten zur Freisprechung (v.l.): Stellvertretender Kreishandwerksmeister Gerhard Feldmann, die Karlsruher Wirt-schaftsbürgermeisterin Margret Mergen, Blanco-Chef Frank Straub und der Bruchsaler Bürgermeister Ulli Hockenberger. |
 Gute Leistung wird belohnt: Hier ehrt Festredner und Blanco-Firmenchef Frank Straub den Landes- und Kammersieger im Dachdeckerhandwerk Philipp Gradner. |
Fotos: mjo
Handwerk im Aufwind - Chancen für Dienstleister
Handwerker wollen von neuem Umweltbewusstsein profitieren / Monika John Ehrenmeisterin
Karlsruhe Im verstärkten Umweltbewusstsein der Bürger und in der Notwendigkeit, Energie und damit auch Geld zu sparen, liegt nach Ansicht von Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann eine große Chance für das Handwerk. In der jüngsten Jahreshauptversammlung der Kreishandwerkerschaft (KH) für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe in der AOK verwies er auf den Altbausanierungs-Markt, der dem Bau- und Ausbauhandwerk gute Aufträge bescheren dürfte.
Das Kfz-Handwerk werde wohl von der Feinstaubverordnung profitieren, vermutete er. Überhaupt hätten Dienstleister recht gute Chancen am Markt. Aus diesem Grund ist für Hoffmann die Meisterausbildung nach wie vor ein besonderes Anliegen. Dass dies von der EU nicht unterstützt werde, sei enttäuschend. Immerhin seien es im Bundesdurchschnitt vor allem die Betriebe in den Branchen, in denen der Meisterbrief vorgeschrieben ist, die am stabilsten in Ausbildung und sichere Arbeitsplätze investierten. Im bundesdeutschen Handwerk seien 40 Prozent aller Facharbeiter beschäftigt, in der Industrie dagegen nur 20 Prozent.
"Wir beschäftigen 100 Prozent mehr Facharbeiter als die Industrie", rechnete Hoffmann den Delegierten und Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung vor. "Doch die Qualifikation muss stimmen", sagte er. Diese werde letztendlich von den Kunden eingefordert. "Das ist kein Jux und keine Tollerei", so Hoffmann.
Die Delegiertenversammlung des regionalen Handwerks war für den neuen Landrat, Christoph Schnaudigel, eine gute Gelegenheiten, Ziele und Schwerpunkte seiner Arbeit vorzustellen. Zunächst jedoch räumte er mit dem Irrtum auf, er könne ein Schwabe sein. "Ich wurde in Südbaden geboten", betonte er, seine letzte Wirkungsstätte sei indes Ludwigsburg gewesen.
Schnaudigel sprach über Wirtschaftsförderung ("Unser Beitrag sind schnelle und unbürokratische Entscheidungen."), über bauliche Investitionen ("Wir müssen die beruflichen Schulen im Landkreis sanieren."), über Abfallentsorgung ("Die Gebühren werden steigen, denn Verbrennen ist teurer als die früheren Entsorgungsmöglichkeiten."), den Mautausweichverkehr ("Der überregionale Durchgangsverkehr soll die Autobahn benutzen.") und über die geplante Energieagentur ("Sie soll nur beratend tätig werden."). Zugleich versicherte er der Versammlung, den Dialog mit dem Handwerk zu suchen.
Die CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schütz bat ausdrücklich darum, sie auf Probleme und Sorgen aufmerksam zu machen. Kurz vor der Gesetzesvorlage könne nichts mehr unternommen werden. "Bitte geben Sie rechtzeitig Bescheid", schrieb sie den Handwerkern ins Stammbuch.
Im Anschluss gab es eine Ehrung: "In Würdigung ihrer besonderen Verdienste und der engen Verbundenheit zum Handwerk" ernannte Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann die Journalistin Monika John zur "Ehrenmeisterin des Handwerks". Sie gehört jetzt einem honorigen Kreis an, zudem unter anderem Alt-Bundespräsident Roman Herzog, Ex-Außenminister Klaus Kinkel oder Ex-Oberbürgermeister Gerhard Seiler zählen. Geehrt wurde Monika John für ihre "kompetente und sachliche Berichterstattung". Damit habe sie sehr viel für die Öffentlichkeitsarbeit des Karlsruher Handwerks getan.
Bild: Monika John wurde für ihre "kompetente und sachliche Berichterstattung" geehrt und zur "Ehrenmeisterin des Handwerks" ernannt. Rechts: Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann.
Arbeitskreis "Schule/Wirtschaft" bei der Firma Ernst Wohlfeil(07.11.07)
In diesem Jahr hat sich mit der Firma Ernst Wohlfeil GmbH in Rheinstetten-Forchheim wieder ein mittelständischer Handwerksbetrieb den Vertreterinnen und Vertretern des Arbeitskreises "Schule/Wirtschaft" geöffnet. Die Firma Ernst Wohlfeil GmbH wurde 1964 vom Vater des heutigen Inhabers gegründet und ist seit 1999 in Rheinstetten-Forchheim ansässig. Sie ist heute in diversen Bereichen tätig. Als Baublechnerei führt sie Sanierungen und Neumontagen durch. Auch die Runderneuerung der Be- und Entwässerung einschließlich der Neuanlagen in Wohnungen, Eigenheimen und Industrie gehört zum Programm. Der Wohlfeil-Kundendienst prüft und wartet Gasgeräte mittels moderner Techniken und führt auch Klein- und Kleinstreparaturen aus. Der Rohrreinigungsdienst umfasst Wartung und Pflege der Abwassertechnik bei der auch High-Tech-Geräte wie z.B. CCD-Kameras für spezielle Aufnahmen zum Einsatz kommen. Die großzügigen Ausstellungsräume in Rheinstetten bieten umfassende Informationen rund ums Bad und Armaturenbereich der Küche. Im SB-Markt erhält der Kunde Zubehör, Kleinteile und Accessoires. Das Wohlfeilteam berät bei allen Arten von Markebädern. Ob Wohnbad oder das "kleine Feine", das Bad unter dem Dach oder das Fitnessbad im Keller.
Die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer des Arbeitskreises "Schule/Wirtschaft" haben am 07.11.2007 die Möglichkeit gehabt, einen Einblick in die Leistungsfähigkeit und Vielfalt des Unternehmens zu erhalten. Der Inhaber des Betriebes, Herr Joachim Wohlfeil selbst, hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der gesamten Besichtigung betreut. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dieser Veranstaltung haben bleibende Eindrücke über ein wie wir meinen "Vorzeigeunternehmen" des Handwerks mitnehmen dürfen. Alle Beteiligten waren tief beeindruckt von den gebotenen Informationen.
Nach unserer Auffassung ist es sehr wichtig, dass den Mitgliedern des Arbeitskreises "Schule/Wirtschaft" auch im Bereich des Handwerks Einblicke in die Berufswelt und in die Chance und Möglichkeiten des Handwerks gegeben wird. Von daher hat die Firma Ernst Wohlfeil GmbH mit ihrem Engagement dem Handwerk in der Region Karlsruhe einen großen Dienst erwiesen.
Frühjahreshauptversammlung / Obermeistersitzung der Kreishandwerker-schaft Region Karlsruhe mit interessanten Informationen und Vorträgen
Bei der Frühjahreshauptversammlung / Obermeistersitz-ung der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe am Mittwoch, den 23. Mai 2007 im Gesundheitszentrum der Innungskrankenkasse Karlsruhe stand neben den von der Satzung vorgeschriebenen Regularien auch ein großer Informationsblock mit zahlreichen interessanten Beiträgen auf der Tagesordnung.
In seinem ausführlichen Jahresbericht ging Herr Kreishandwerksmeister Hoffmann stichpunktartig auf die vielfältigen Aktivitäten der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe im Jahr 2006/2007 ein. So informierte Herr Hoffmann unter anderem über Gespräche und Verhandlungen mit Frau Oberbürgermeisterin Gabriele Büssemaker aus Ettlingen, Herrn Oberbürgermeister Bernd Doll aus Bruchsal, Frau Bürgermeisterin Margret Mergen aus Karlsruhe, Herrn Ersten Bürgermeister Siegfried König aus Karlsruhe und Herrn Bürgermeister Walter Heiler aus Waghäusel. Er informierte die Anwesenden außerdem darüber, dass in der zweiten Jahreshälfte ein Gespräch mit Herrn Oberbürgermeister Paul Metzger stattfindet.
Herr Hoffmann ging in seinem Bericht unter anderem noch auf folgende Themen ein:
- Erörterung der Potentiale künftiger Zusammenarbeit mit der Hochschule Technik und Wirtschaft Karlsruhe
- Arbeitskreis "Umwelt"
- Entwicklungsprogramm ländlicher Raum
- Pflichtenkatalog für Innungen
- Abschlusserklärung europäische Handwerkskonferenz
- Die Auswirkung von Europa auf das Handwerk
- Feinstaubrichtlinie und Fahrverbote
- Tariftreuegesetz für Baden-Württemberg
- Erweiterung der Pflichtangaben im Impressum von Internetseiten (Merkblatt ZDH)
- Beteiligung des örtlichen Handwerks an dem geplanten Neubau der Volksbank in Karlsruhe
- Public Private Partnership
- Schwellenwerte bei öffentlichen Vorgaben
- Tariftreuegesetz
- Landesbauordnung
- künftiger Gebäudeenergiepass
- überbetriebliche Ausbildung
- Berufsqualifikation der Restauratoren
Die Regularien wurden zügig abgehandelt, so dass für den Informationsblock ein größeres Zeitfenster zur Verfügung stand.
Herr Geschäftsführer Jochen Hagmayer gab den Anwesen-den Informationen über die gegenwärtige Situation bei der Innungskrankenkasse. In diesem Zusammenhang erläuter-te er, dass die Innungskrankenkasse jetzt auch sogenann-te Wahltarife anbietet. Ein anschließender PowerPoint-Vortrag im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform ergänzte den Vortrag von Herrn Hagmayer.
Herr Ralf Hinrichs von der Signal Iduna-Versicherung stellte den neuen Firmenvertragsrechtsschutz anhand einer ausführlichen PowerPoint-Information vor. Er stand den Anwesenden für ihre Fragen und weitergehende Erläuterungen zur Verfügung. Herr Hinrichs bot den anwesenden Obermeistern und Delegierten an, entsprechende Informationen in Veranstaltungen der Innungen zu geben.
Herr Hoffmann wies die Anwesenden darauf hin, dass der Vortrag von Herrn Daniel Caspary aufgrund der zeitlichen Möglichkeiten von Herrn Caspary sofort nach dessen Eintreffen eingeschoben werden muss. Herr Europaabgeordneter Daniel Caspary bedankte sich zu Beginn seiner Ausführungen für die Einladung zur Frühjahreshauptversammlung / Obermeistersitzung der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe. Er informierte darüber, dass die heutige Veranstaltung genau in eine Sitzungswoche des Europäischen Parlaments in Straßburg fällt und er daher auch nur sehr begrenzt Zeit zur Verfügung hat. In seinen Ausführungen ging Herr Caspary unter anderem darauf ein, dass die Europäische Union in diesem Jahr den 50-jährigen Geburtstag feiert. Er wies darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft verstärkt in die europäischen Mitgliedsländer exportiert. Europa ist also für die deutsche Wirtschaft und auch für das deutsche Handwerk nach Angaben von Herrn Caspary sehr wichtig. Nach Angaben von Herrn Caspary besteht für die grenznahen Regionen Karlsruhe und Mittlerer Oberrhein sehr wohl die Chance, im benachbarten Elsass und in der Schweiz an lukrative Aufträge zu kommen. Gerade das deutsche Handwerk arbeitet in einer Qualitätsstufe, die keinerlei Vergleich mit Betrieben der europäischen Nachbarländer scheuen muss, so Caspary. In seinen weiteren Ausführungen ging Herr Caspary noch auf die Handwerkskonferenz in Stuttgart, die Bemühungen um die Entbürokratisierung auf europäischer Ebene und auf das Antidiskriminierungsgesetz ein.
Ein weiterer Schwerpunkt des Informationsblocks bei der Frühjahreshauptversammlung / Obermeistersitzung stellte der Vortrag von Herrn Prorektor Professor Dr.-Ing. Markus Stöckner und Herrn Professor Dr.-Ing. Stefan Linsel von der Hochschule für Technik und Wirtschaft dar. Vor allem Herr Professor Dr.-Ing. Stöckner zeigte in einem ausführlichen PowerPoint-Vortrag die Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Karlsruhe und dem Handwerk auf. Als Beispiele für eine solche Zusammenarbeit führte Herr Stöckner unter anderem die Möglichkeit des Einsatzes von Praktikanten für betriebliche Projekte, Projekte und Abschlussarbeiten in Betrieben, praktische Studiensemester usw. auf. Außerdem informiert Herr Stöckner darüber, dass sogenannte Verbundobjekte mit kleinen und mittleren Unternehmen durch Institute angeboten werden. Er fordert die Anwesenden auf, bei Fragen, Ideen oder auch bei Vorliegen eines bestimmten Anliegens auf die Hochschule offensiv zuzugehen. Nach Angaben von Herrn Stöckner ist es in der Regel bei solchen Kooperationen so, dass für beide Seiten, also für Hochschule und Unternehmen, ein Erfolg erzielt werden kann.
Zum Schluss des Informationsblockes informierte Herr Kreishandwerksmeister Hoffmann die Anwesenden noch über die Maßnahmen zur Europäischen Feinstaubrichtlinie (Einführung von Umweltzonen und eventuellen Fahrverboten). Er zeigt hierbei auf, welche Maßnahmen von der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe zwischenzeitlich eingeleitet wurden.
Kreishandwerkerschaft Karlsruhe und die angeschlossenen Innungen spenden für die Stiftung "Hänsel + Gretel"
Am 07.07.2007 wurden auf dem Marktplatz in Karlsruhe die "Handwerkswelten" unter dem Thema: "Fair, modern, verantwortungsvoll: Meister zeigen wie es geht" durchgeführt. An diesen Veranstaltungen waren die Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe, die Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe, 15 Handwerksinnungen und die Handwerkskammer Karlsruhe beteiligt.
Bei einer kleinen Feierstunde am Montag, den 23. Juli 2007 wurde im Schulungsraum der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe eine Spende aus dieser Veranstaltung in Höhe von € 1.000,-- an die Stiftung "Hänsel + Gretel" übergeben. Alle an der Veranstaltung beteiligten Innungen und Organisationen haben bereits durch ihre Mitwirkung ihr großes Engagement gezeigt. Bei der jetzigen Spendenübergabe haben darüber hinaus noch die Bäcker-Innung Karlsruhe, die Dachdecker-Innung Karlsruhe, die Fleischer-Innung Karlsruhe-Bruchsal, die Metall-Innung, die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Karlsruhe, die Schornsteinfeger-Innung und die Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe zusammen einen Betrag von € 1.000,-- zu Gunsten der Stiftung "Hänsel + Gretel" übergeben, den Herr Jerome Braun als Geschäftsführer der Stiftung dankend entgegennahm.
Die Zimmerer-Innung Karlsruhe hatte bereits bei der Veranstaltung selbst eine Spende in Höhe von € 1.111,-- an die "Aktion Mensch" übergeben.
Der Hauptgewinn, eine von der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe gespendeten Wochenendreise nach Berlin für 2 Personen im 4* Hotel, ging an Frau Elisabeth Knoop. Der glücklichen Gewinnerin wurde im Rahmen der Feierstunde der Reisegutschein übergeben.
"Meister zeigen wie es geht"
Handwerkswelten auf dem Marktplatz lockte die Massen / 15 Innungen präsentierten sich
Karlsruhe (mjo). Wo Handwerk ist, ist Aktion angesagt. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage wurde am vergangenen Samstag auf dem Karlsruher Marktplatz eindrucksvoll bestätigt. Direkt vor dem Rathaus hatten 15 Innungen ein Schaufenster ihrer Branche aufgebaut: "Handwerkswelten", hieß die interaktive Ausstellung, bei der nicht nur diskutiert, gefragt und geantwortet wurde, sondern wo es auch echt zur Sache ging. Die Kreishandwerkerschaft für die Region Karlsruhe hatte die "Handwerkswelten" zusammen mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe zum zweiten Mal organisiert.
Bei den Metallbauern wurden heiße Eisen geschmiedet, bei den Dachdeckern ging es via Kran ganz hoch in die Lüfte, bei der Sanitärinnung plätscherte ein Whirlpool, bei den Malern gab es Bodypainting an einer hübschen jungen Frau zu bewundern, bei den Schornsteinfegern konnte man etwas über Immissionen lernen und bei den Zimmerern wurde der Gebrauch von Hammer und Säge demonstriert. Hier durfte man auch selbst anfassen, was Wirtschaftsbürgermeisterin Margret Mergen auf Anhieb gefiel. Schließlich müssen Politiker oft dicke Brettern sägen, doch wie sich das im wahren Leben anfühlt, ist sicher nicht vielen geläufig. Margret Mergen jedenfalls griff beherzt zu und sägte kräftig, angefeuert vom Applaus der vielen Zuschauer.
Die Vielfalt der handwerklichen Produkte erstaunte die Besucher. So umstanden Grüppchen von Leuten am Stand der Kraftfahrzeuginnung das behindertengerecht umgebaute Fahrzeug, dessen Beifahrersitz sich in einen Rollstuhl verwandelt ließ. Reißenden Absatz fanden bei den Bäckern köstlichen Berches und süße Stückchen und bei der Fleischerinnung gingen Festtagsgrillwürste und Marktplatzknacker weg wie warme Semmeln. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Fair, modern, verantwortungsvoll: Meister zeigen wie es geht."
Kreishandwerkmeister Friedrich Hoffmann verwies darauf, dass die Besucher hier beste Möglichkeit haben, sich über modernste Techniken und neueste Entwicklungen zu informieren. Gerd Lutz, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer ergänzte: "Hier ist Handwerk zum Anfassen, Bürger und Kunden können einen direkten Kontakt zu den Handwerkern herstellen." Wirtschaftsbürgermeistern Margret Mergen begrüßte die Gelegenheit für die Menschen, ohne Stress und Zeitdruck mit Handwerkern ins Gespräch zu kommen und sich davon zu überzeugen, was sie können und leisten. "Wir sind auch Ausbilder Nummer eins", ließ Gerd Lutz wissen.
Weit mehr als 30 000 Menschen pilgerten am Samstag über den Marktplatz, informierten sich, forderten Innungslisten an, fragen nach Ausbildungs- und Praktikumstellen oder ließen sich ganz einfach neugierig von Stand zu Stand treiben. Meister, Gesellen und auch Lehrlinge waren mit Begeisterung dabei, endlich einmal ihre Handwerkskunst öffentlich zu präsentieren. So gab es jede Menge Glückwünsche für Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann wie auch für Erich Geißler von der Wirtschaftsförderung für die gelungene Veranstaltung, der gewiss in zwei Jahren eine Neuauflage folgen wird.
1) Dicke Stämme sägen war für Wirtschaftbürgermeisterin Margret Mergen eine neue Erfahrung. Und offensichtlich machte es ihr Spaß.
2) Maler wissen, wie es geht: Hier war Bodypainting angesagt.
3) Zimmerer zeigten hier, wie eine standfeste Holz-konstruktion entsteht.
Fotos: mjo
Ausgezeichnet! Gerhard Feldmann erhielt die Goldene Ehrennadel des HMF
Im Rahmen des diesjährigen Informationstages bei den Fischerwerken in Waldachtal wurde Gerhard Feldmann, Bruchsal-Heidelsheim, Stv. Landes-innungsmeister des Handwerksverbandes Metallbau und Feinwerktechnik Baden-Württemberg für seine langjährigen Verdienste im Metallhandwerk mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.
In Anwesenheit von Finanzminister Gerhard Stratthaus und Professor Klaus Fischer betonte Landesinnungsmeister Peter Mader, Albstadt, dass Gerhard Feldmann auf Grund seiner Begabung und seines Charakters, immer diesen inneren Antrieb verspürt hat, sich für die Sache des Handwerks einzusetzen. Diese Interessen verfolge er zwar teilweise als kämpferischer Unternehmer und engagierter Feinwerker, aber immer als jemand der durch und durch Mensch ist und war. Das langjährige, ehrenamtliche Engagement, speziell zum Wohle des Metallhandwerks, spiegelt sich in folgenden herausragenden Funktionen von Gerhard Feldmann wider:
Mitglied im Meisterprüfungsausschuss seit 1989
Vorstandsmitglied im HMF und Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses seit 1997
Stv. Landesinnungsmeister seit 1998 sowie
weitere Funktionen, wie z.B. Stv. Fachgruppenleiter, Mitglied der Tarifkommission etc.
V.i.S.d.P.
Stuttgart, den 18. Juni 2007
Peter Geckeler - Hauptgeschäftsführer
Viele heiße Eisen im Feuer (08.03.07)
Rund 1800 Jugendliche interessierten sich fürs Handwerk Berufsfindung langwieriger Prozess
Karlsruhe (mjo). "Ein Beruf muss Spaß machen", sagt Matthias Tyka und zeigt begeistert die verschiedenen Möglichkeiten, die es gibt, um zu schweißen.
Berufsfindung ist ein langwieriger Prozess, betonten die Berufsberater Wolfgang Hafner und Johannes Folz, die den Schülerinnen und Schülern die gezielte Arbeit mit den Informationsblättern der Agentur für Arbeit zur Berufsausbildung erklärten. Insgesamt waren es fast 1 800 Jugendlichen aus der Region, die die gewerblichen Bildungsanstalten stürmten, um einen Überblick über handwerkliche Berufe zu bekommen.
Die Frage ist, für welchen Beruf man wirklich geeignet ist. Um das heraus zu bekommen, hatten die Schreiner gleichzeitig einen Eignungstest angeboten. An die 30 Jugendliche nützten die Möglichkeit und unterzogen sich dem Test in Klausuratmosphäre.
Die meisten Schulen haben sich zum Besuch klassenweise formiert, erzählten Elke Büttner und Doris Dillschneider von der Karlsruher Kreishandwerkerschaft( KH), die diesen Berufsinfotag seit vielen Jahren zusammen mit Partnern organisiert. Etliche Jugendliche hätten sich nach Praktika erkundigt, berichtete KH-Geschäftsführer Engelbert Wangler. Positiv bewertete er das Interesse der Schülerinnen und Schüler.
Die meisten seien gut auf den Rundgang durch die Werkstätten vorbereitet. Auch einige Eltern seien mit von der Partie.
   
   
Die Fotos wurden an der Heinrich-Hübsch-Schule gemacht und zeigen Friseur, Metallbau, Schneiderei und Zimmerer. [Fotos: John]
Schüler lernen Berufe kennen (08.03.07)
Die Kreishandwerkerschaft erwartet 1 800 Schüler zum Tag der Berufsinformation Drei Gewerbeschule sind gerüstet
Karlsruhe (mjo). Nächsten Mittwoch stehen die Heinrich-Hübsch-Schule, die Carl-Hofer-Schule und die Gewerbeschule Durlach Kopf. Das vermutet Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann. Denn an diesem Tag werden fast 1 800 Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Region die gewerblichen Bildungsanstalten stürmen. Schließlich geht es um die Berufsaussichten von jungen Menschen. Und die sind in der Regel nur dann richtig gut, wenn auch der richtige Beruf gewählt wurde.
Damit da nichts schief läuft, hat die Kreishandwerkerschaft für die Region Karlsruhe schon vor Jahren begonnen, zusammen mit ihren Partnern, darunter auch das Staatliche Schulamt und die Agentur für Arbeit, den Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten im Handwerk praktisch und lebendig vorzuführen. Wie? Im Rahmen von sogenannten "lebenden Werkstätten" beim Tag der Berufsinformation. Ob Bäcker, Friseur, Dachdecker, Maler, Metallbauer, Elektriker oder Fotograf - um nur einige Berufe zu nennen -, die Schülerinnen und Schüler können die Tätigkeiten einen ganzen Vormittag lang hautnah kennen lernen.
An der Berufspräsentation beteiligen sich 17 Innungen und Organisationen, 28 Berufe und Berufsfelder werden vorgestellt. "Wir sind für den Ansturm bestens gerüstet und freuen uns darauf", betonten die Schulleiter Hannes Ludwig von der Heinrich-Hübsch-Schule, Rolf Bader von der Gewerbeschule Durlach und Gerold Greiff von der Carl-Hofer-Schule.
Goldene Meisterbriefe an 46 Handwerker übergeben (06.03.07)
Nur eine Frau legte vor 50 Jahren die Prüfung ab Elektroinstallateur war damals ein Trendberuf
Karlsruhe (mjo). Vor genau 50 Jahren haben im Landkreis Karlsruhe 46 Handwerker - darunter eine einzige Frau - ihre Meisterprüfung abgelegt. Alle Jubilare lud die Kreishandwerkerschaft für die Region zu einer Feierstunde nach Bruchsal ein. Mittelpunkt der Veranstaltung in den Räumen der Sparkasse Kraichgau war die Verleihung der goldenen Meisterbriefe durch den Bruchsaler Oberbürgermeister Bernd Doll, Karlsruhes Ersten Bürgermeister Siegfried König, Handwerkskammerpräsident Joachim Wohlfeil und Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann.
Doll beglückwünschte die Kreishandwerkerschaft zu der guten Idee, dieses Handwerksjubiläum öffentlich zu feiern. Bildung sei ein Rohstoff der Deutschen, sagte er, die Duale Ausbildung im Handwerk ein herausragendes System. "Bilden Sie weiter über Ihren Bedarf hinaus aus", bat er die Handwerker im Interesse der Jugend.
Die einzige Frau unter den Jubilaren, Friseurmeisterin Liana Heneka aus Bruchsal, ist auch heute noch in einem ihrer beiden Salons tätig, und sie engagiert sich nach wie vor ehrenamtlich für ihren Berufsstand. Zu den Geehrten zählte auch der ehemalige Kammerpräsident und Kreishandwerksmeister, Maler- und Lackierermeister Harro Leverkus, der auch die Dankesworte sprach.
An erster Stelle auf der Hitliste der Berufe des Jahres 1956 stand wohl der Elektroinstallateurmeister. Denn unter den Jubilaren waren 16 Vertreter dieses Berufsstandes. Darunter die Ehrenobermeister der Elektroinnungen Karlsruhe und Bruchsal, Heinz Schuster und Konrad Frey.
Kreishandwerksmeister Hoffmann hatte in seiner Begrüßung darauf hingewiesen, dass diese Ehrung auch dazu diene, jungen Menschen vor Augen zu führen, dass das Handwerk innovativ und leistungsfähig ist und eine gute Alternative zu anderen Berufen darstelle. Kammerpräsident Wohlfeil bedauerte, dass in manchen Branchen die Meisterpflicht als Voraussetzung für die Selbständigkeit verloren gegangen ist. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Kraichgau, Volker Wopperer betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Handwerk.
Prominenter Altmeister: Ehrenkammerpräsident und Ehrenkreishandwerksmeister Harro Leverkus (2.v.links). Von links: OB Bernd Doll, Kammerpräsident Joachim Wohlfeil, Erster Bürgermeister Siegfried König, Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann.
Freude über den Goldenen Meisterbrief: Von links Erster Bürgermeister Siegfried König, Liana Heneka, OB Bernd Doll, Kammerpräsident Joachim Wohlfeil und Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann.
Fotos: John
Kreishandwerkerschaft zum Gespräch im Rathaus (26.02.07)
Aufschwung in der Wirtschaft gibt auch lokalem Handwerk Perspektive
Bruchsal (pa) Um prinzipielle gemeinsame Anliegen zu besprechen, trafen sich Vertreter der Kreishandwerkerschaft unter der Leitung von Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann mit Oberbürgermeister Bernd Doll, zu einem turnusmäßigen Gespräch im Rathaus Bruchsal.
Die Stadt Bruchsal liege in einem Gebiet in Deutschland, in dem man auch zukünftig mit einem Wachstum rechnen könne, sagte der Oberbürgermeister einleitend. Der Gemeinderat strebe daher ein natürliches Wachstum für ein weiterhin prosperierendes Gemeinwesen an.
Des Weiteren führte er aus, dass die Stadtverwaltung den Trend der Privatisierung weiter führen werde, der in den vergangenen Jahren bereits begonnen hat. Als Beispiel für Bereiche, die heute von der freien Wirtschaft erledigt werden, nannte er die Müllabfuhr, Straßenbauarbeiten, Landschaftspflege und Pflege von Grünanlagen. In Folge davon sei das Personal des städtischen Bauhofs innerhalb von 10 Jahren von 140 auf 90 Mitarbeiter zurück gegangen.
Der städtische Bauhof übernehme heute vor allem Aufgaben, wo ein schneller Einsatz erforderlich ist, beispielsweise den Winterdienst, kleinere Reparaturen oder das Entsorgen wilder Müllablagerungen.
Aber auch in anderen Bereichen komme man den Handwerkern weitest möglich entgegen, z.B. bei den freihändigen und beschränkten Vergaben, wo man sich an den Obergrenzen der von der Gemeindeprüfungsanstalt vorgegebenen Beträge orientiert, oder indem grundsätzlich keine Generalunternehmer beauftragt werden.
Die Vertreter der Handwerkerschaft präsentierten sich willens und in der Lage, kompetent und flexibel auf alle Anforderungen reagieren zu können - auch für kleinere Reparaturaufträge. Auf Unverständnis stößt deshalb, wenn für Bruchsal tätige Unternehmer oder bauausführende Architekten externe Firmen beauftragen, ohne das örtliche Handwerk überhaupt zur Angebotsabgabe aufzufordern.
Der Oberbürgermeister sagte zu, hier entsprechend nachzuhaken. Kein Verständnis hatten die Innungsmeister für die Gründung einer Energieagentur beim Landkreis. Für derartige Beratungsleistungen seien die Handwerker prädestiniert und zudem speziell ausgebildet. OB Doll sagte zu, auch hier nachzufassen.
Zufrieden nahm die Kreishandwerkerschaft zur Kenntnis, dass demnächst wieder große Bauvorhaben in der Stadt Bruchsal anstehen. Als Beispiele nannte der Oberbürgermeister den Schulhausbau in Untergrombach, die Erweiterung des Schönborn-Gymnasiums und die Bebauung des Alten Marktplatzes. Auch im Wohnungsbau ist dank zahlreicher Neubaugebiete wieder mit mehr Aufträgen zu rechnen.
Man trennte sich mit der Vereinbarung, das Gespräch zwischen Kreishandwerkern und Oberbürgermeister auch zukünftig in zweijährigem Turnus stattfinden zu lassen.
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