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Archiv: Die Politik der Kreishandwerkerschaft
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Weingartener Forderungen der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe zur Verbesserung der "Ausbildungsreife" in den allgemeinbildenden Schulen
- Die Kreishandwerkerschaft unterstützt alle Bemühungen, die Schule, insbesondere die Hauptschule wieder auf die Vermittlung von grundlegenden Kulturtechniken, von Grundlagenwissen in zentralen Fächern wie Deutsch und Mathematik und die konsequente Wahrnehmung einer Erziehungsfunktion ("Mut zur Erziehung") zu konzentrieren. Wir fordern die "schlanke Schule" durch verschlankte Rahmenlehrpläne.
- Die Kreishandwerkerschaft hält es für dringend erforderlich, regionale Netzwerke in enger Zusammenarbeit von allgemeinbildenden Schulen, beruflichen Schulen, Arbeitsämtern, Handwerksorganisationen, Eltern, Gewerkschaften und Trägern von Jugendhilfe einzurichten bzw. dort, wo sie bereits bestehen, auszubauen und fest zu institutionalisieren.
- Die Kreishandwerkerschaft erwartet von den Schulen, insbesondere von der Hauptschule, Veränderungsbereitschaft und von der Schulverwaltung die Förderung und Unterstützung der notwendigen Veränderungsprozesse.
- Das Handwerk wiederum steht zu seiner Verpflichtung, die berechtigte Kritik an den Mängeln des allgemeinbildenden Schulsystems und als Folge davon an der fehlenden Ausbildungsreife der Lehrstellenbewerber konstruktiv umzusetzen in Angebote an die Schulen, handwerkliche und berufsfeldbezogenen Erfahrungen durch Betriebsbesuche und Betriebspraktika zu ermöglichen.
- Die Bereitschaft des Handwerks zum ehrenamtlichen Engagement zur Verbesserung der Situation in den Schulen und zur Verbesserung der Zukunftschancen der Jugend muß in einem sinnvollen Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit und zum Aufwand stehen. Es sollten Wege gefunden werden, das ehrenamtliche Engagement der Betriebe finanziell abzufedern. Es ist nicht einzusehen, daß diese Aufgabe von allgemeinem öffentlichem und sozialem Interesse alleine aus Mitgliedsbeträgen finanziert wird und zu Lasten der im Ehrenamt Tätigen alleine geht. Hier müssen öffentliche oder andere Mittel als konkrete Finanzierungsmaßnahmen für die Betriebe herangezogen werden.
- Es sollten Überlegungen angestellt werden, ob nicht in Form einer Clearing- oder Steuerungsstelle innerhalb des aufzubauenden regionalen Netzwerkes eine zentrale Leitstelle für die Beratungen und Orientierungen innerhalb der Handwerksorganisationen geschaffen und finanziell gesichert werden kann.
- Die Kreishandwerkerschaft fordert eine Schule nach dem Grundsatz der "kontrollierten Modernität" und nach dem Motto: "Lieber Weniges und weniger lernen, dies jedoch gründlich und nachhaltig".
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