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Das Archiv der Kreishandwerkerschaft

Presse

Bericht der BNN, März 2001, von Monika John

1800 Jugendliche informierten sich beim Tag der Berufsinformation über rund 30 Handwerksberufe

"Für jede Begabung ein Betätigungsfeld"

Maler, Dachdecker oder Raumaustatter? Oder doch lieber Friseur, Konditor oder Bäcker? Wer die Wahl hat, der hat auch die Qual. Beim Tag der Berufsinformation des Karls-ruher Kreishandwerkerschaft, schwirrte den Schülerinnen und Schülern wohl der Kopf. Denn ihnen wurden Informa-tionen über 30 verschiedene Handwerksberufe angeboten. "Darüber muss ich erst mal nachdenken, sagten die einen. Die anderen hatten schon eine Idee, die sie sich bei der Gelegenheit näher anschauen wollten. So wie Philipp von der Comeniusschule in Königsbach. "Auf dem Bau stell ich es mir toll vor", sagt er. Und steuerte gradewegs zur "lebenden Werkstatt" des Maurerhandwerks.

"Gib der Jugend eine Chance, heißt das Projekt", in dem die Karlsruher Kreishandwerkerschaft mit den ihr angeschlossenen Innungen, das Staatliche Schulamt und die Berufsberatung des Arbeitsamtes Karlsruhe zusammenwirken. Insgesamt 1 800 Heranwachsende aus 55 Schulen in und um Karlsruhe herum informierten sich in der Heinrich-Hübsch- und Carl-Hofer-Schule sowie in der Gewerbeschule Durlach. Ein Ziel dieser Aktion sei es, die solide Seite des Handwerks neben den vielen Trend- und Modeberufen herauszustellen, erklärte Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann. Das Handwerk halte für jede Bega-bung ein Betätigungsfeld parat, von der Werkbank, bis zum gehobenen Management in einem Handwerksbetrieb mit 200 Mitarbeitern. Gesucht würden vielfach Jugendliche mit Realschulabschluss oder Abitur, die entsprechend geför-dert würden. Auf sie warten Ausbildungsgänge wie "Be-triebsassistent oder Manager im Handwerk."

Bürgermeister Harald Denecken bekundete Sympathie für Handwerk und Berufsschulen und klagte, dass Lehrer häufig wenig Beziehung zum Handwerk hätten. Er regte an, den Kontakt mit der Pädagogischen Hochschule zu suchen, um bereits angehende Lehrer für das Thema zu sensibilisieren. Denn sie würden später sehr häufig in die Berufsentscheidungsphase mit einbezogen. Sinn der Tage der Berufsinformation sowie der Schnupperpraktika sei auch, die Zahl derer, die ihre Ausbildung abbrechen, weil sie glauben, falsch gewählt zu haben, zu minimieren. Dies sei in den letzten Jahren gut gelungen, hieß es von Seiten des Handwerks.