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Das Archiv der Kreishandwerkerschaft

Presse

Bericht der BNN, 03.05.2002

Hilfe für Kinder in Not

"Notinsel" als Hort der Sicherheit

MAK. Jeden Tag sind Kinder und Jugendliche Gefahren ausgeliefert.
Ausländerfeindlichkeit, Gewalt an Kindern und unter Kindern oder auch Verschleppung und Entführung sind im Alltag vorzufindende Bedrohungen. Vorstellbar sind viele Situationen: auf dem Spielplatz, auf dem Weg zur Schule oder beim Gang zu Freunden. Nicht überall lauern Gefahren, aber es sind potenzielle Ansatzpunkte, wo Kinder in Not geraten können. Kinder können die auftretende Gefahrensituationen nicht immer eindeutig ein- und abschätzen, geschweige denn angemessen reagieren. Selbst Weglaufen ist nicht immer möglich, stellt sich doch die Frage, wohin man in der Not flüchten soll.

Aus dieser Problemstellung heraus hat die Stiftung Hänsel und Gretel ein bundesweites Hilfsprojekt realisiert, das als Pilotprojekt "Notinsel" gestern in Karlsruhe gestartet wurde. Die Idee dahinter ist so einfach wie hilfreich: überall im Stadtgebiet werden Schutzräume fiir Kinder geschaffen, wohin sich die in Not geratenen flüchten können, eben "Notinseln". Bei der Umsetzung dieser Idee in Karlsruhe fanden sich viele Partner wie auch die Kreishandwerkerschaft, die ihre Mitgliedsgeschäfte für in Not geratene Kinder öffnen will. Erkennbar an einem zur Zeit im Stadtgebiet plakatierten Logo-Aufkleber setzen die Handwerksbetriebe damit ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt und potenzielle Täter. Der Geschäftsführer der Stiftung, Jerome Braun, erläuterte bei der Vorstellung des Projekts: "Leider muss man heute auf etwas aufmerksam machen, was eigentlich selbstverständlich ist, nämlieh in einer Notsituation in ein Geschäft zu rennen."

Damit heute geholfen werden kann, bietet "Notinsel" nicht nur die Organisation sicherer Räume, sondern auch eine notwendige Vernetzung mit Institutionen, wie beispielsweise dem Jugendamt, der Polizei oder der Kindernotaufnahme. Betreuung dürfen die Kinder in den Schutzräumen nicht erwarten, die soll und muss von kompetenter Stelle geleistet werden. Was erwartet werden darf, ist Sicherheit. So möchten die Macher das Projekt auch in anderen Städten umsetzen Informationen bei der Stiftung Hansel und Gretel unter Telefon (07 21) 9 43 19 22.