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mjo. Die Kreishandwerkerschaft (KH) hat am Donnerstag in ihrer Versammlung einen Mann geehrt, der sich
hohe Verdienste um die Jugend in und um Karlsruhe erworben hat. Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann
überreichte Exschulamtsdirektor Klaus Goerke die selten vergebene Urkunde mit der Ernennung zum Ehrenmeister
der Kreishandwerkerschaft. Goerke habe sich mit unermüdlichen Engagement um Möglichkeiten zur richtigen
Berufsfindung für die Jugendlichen gekümmert.
So hat er, wie Hoffmann darlegte, vor mehr als zehn Jahren zusammen mit dem damaligen Kreishandwerksmeister
Leverkus die "Tage der Berufsinformation" ins Leben gerufen, die heute noch ein Renner sind. Unter der
Überschrift "Gib der Jugend eine Chance" arbeitete er mit Leverkus Nachfolger Wohlfeil und später mit dem
jetzigen Kreishandwerksmeister eng zusammen. Kooperationen gab es auch beim Projekt "Gläserne Schule" und
im Arbeitskreis "Schule-Wirtschaft".
Auch als Pensionär wolle der Jugend immer eine Chance zu geben, versprach Goerke. In seinem Dank für die
Ehrung hob er besonders die langjährige Unterstützung durch KH-Geschäftsführer Engelbert Wangler hervor.
"Er war mir immer ein treuer Partner." Weiter gratulierte Kreishandwerksmeister Hoffmann Kurt Wesch zur
Verdienstmedaille, der höchsten Ehre des Landes Baden-Württemberg. Ministerpräsident Erwin Teufel hatte
den fast 80-Jährigen ausgezeichnet, der sich seit 1950 als Obermeister der Bildhauer- und Steinmetzinnung
Karlsruhe und seit 1966 als Landesinnungsmeister für sein Handwerk in Baden engagiert.
In seinem Jahresbericht ging Hoffmann auf verschiedene sehr erfolgreich durchgeführte Projekte der KH ein.
An erster Stelle nannte er die Kooperation mit der PH, wo Lehramtsstudierende über die Anforderungen des
Handwerks an potenzielle Lehrlinge informiert werden, an zweiter die so genannten "Notinseln", die
zusammen mit "Hänsel & Gretel - Hilfe für missbrauchte Kinder" ins Leben gerufen wurden.
Die Aktion "Handwerk unterstützt den Schutz der Kinder" solle nun auch im Landkreis präsentiert werden.
Außerdem hätten bereits große Städte wie Berlin und Bochum Interesse an dem Projekt signalisiert, sagte
Hoffmann. Der Unzufriedenheit des Handwerks mit der wirtschaftlichen und politischen Lage soll mit einer
Wahlveranstaltung am 18. Juni ein Ventil geboten werden. "Wir wollen die Kandidaten fragen: Warum sollen
wir sie wählen? und wir sind schon sehr gespannt auf die Antworten", sagte der Kreishandwerksmeister.
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