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Das Archiv der Kreishandwerkerschaft
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Presse
Bericht der BNN, 17.09.2002
Sonderförderprogramm für Modernisierer und Renovierer bis Ende des Jahres
Günstige Darlehen für Kurzentschlossene
Handwerker, Bank und Stadt hoffen auf Auftragsschub für gebeutelte Branche
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-Von unserem Redaktionsmitglied Thomas Hornung-
Mit dem bis Ende des Jahres befristeten Förderprogramm "Renovieren und Modernisieren" ziehen die Stadt
Karlsruhe, die Handwerkerschaft, die Stadtwerke und vier Banken und Sparkassen an einem Strang. Das
Sonderprogramm gilt für Haus- und Wohnungseigentümer, aber auch für Mieter, die in Karlsruhe
kurzentschlossen Ausbauen, Verschönern oder Modernisieren wollen. Ob neuer Wintergarten, neue Heizung,
Dachausbau oder neue Fliesen für das Bad: Wer mit einem Handwerksbetrieb der hiesigen Innungen kooperiert,
kommt bis Ende des Jahres in den Genuss zinsgünstiger Darlehen. Die Sparkasse, die Spar- und Kreditbank
und die Volksbank Karlsruhe sowie die Volksbank Durlach haben sich auf eine Anregung der Stadt hin
geeinigt, Darlehen bis 50 000 Euro für Renovierungen und Modernisierungen zu einem Effektivzins von 4,15
Prozent zu gewähren (Laufzeit fünf Jahre). Die Handwerkerschaft, Baubürgermeisterin Heinke Salisch und
Wirtschaftsbürgermeister Manfred Groh, hoffen auf einen "Auftragsschub für das Handwerk".
Die Vertreter der Stadt zeigten sich gestern bei der Vorstellung des Sonderförderprogramms "dankbar,
dass wir gemeinsam handeln", so Salisch. Das Programm ergab sich aus Routinegesprächen der
Bürgermeisterin mit der Handwerkerschaft. Deren Sprecher berichtete von der schwierigen Lage vieler
Handwerksbetriebe. Friedrich Hoffmann: "Wir stehen Gewehr bei Fuß." Das heißt, im Handwerk sind die
Auftragsbücher leer. "Unsere Betriebe haben freie Kapazitäten, viele können kurzfristig Aufträge
annehmen", sagte der Kreishandwerksmeister. Deshalb könne er aus Sicht der Renovierer kein Problem
in der Befristung des Förderprogramms bis Ende des Jahres erkennen. Zumal die Förderbedingungen
erlauben, auch nach Ablauf der Frist zu bauen. Hauptsache, die Verträge sind bis zum 31. Dezember
geschlossen.
Bis zu etwa 2 000 Euro können die Auftraggeber bei der Finanzierung sparen, wenn sie sich am Programm
"Renovieren und Modernisieren" beteiligen. Diese Rechnung - sie bezieht sich auf einen Kredit in Höhe
von 50 000 Euro und auf die momentanen Marktbedingungen - machte Andreas Lorenz auf, der Leiter der
Kreditabteilung bei der Volksbank Karlsruhe. Der Zins, den die beteiligten Banken im Förderprogramm
gewähren, liegt nach deren Angaben um 0,75 bis ein Prozentpunkt unter dem derzeitigen marktüblichen
Zinssatz. Die Zinsvergünstigung sei jedoch nicht der einzige Vorteil, den "Renovieren und Modernisieren"
bis zum 31. Dezember 2002 bietet, so Lorenz. Die Abwicklung ist vereinfacht, und unter bestimmten
Voraussetzungen wird auf einen Grundbucheintrag verzichtet. Außerdem sind jährliche Sondertilgungen
bis zu 20 Prozent des ursprünglichen Darlehensbetrages möglich. Die Handwerker, die über das
Förderprogramm an Aufträge kommen, zahlen den Banken einen "Zinszuschuss", das heißt, sie fangen einen
Gutteil der Differenz zwischen dem marktüblichen Satz und dem im Förderprogramm gewährten günstigeren
Zins auf. "Wir kommen dennoch nicht auf unsere Deckungsbeiträge", sagte Andreas Lorenz.
Auch die Stadtwerke Karlsruhe beteiligen sich an dem Sonderprogramm. Jeweils 50 000 Euro extra stehen
bis Ende des Jahres an Zuschüssen zur Verfügung - zum einen für thermische Solaranlagen, zum anderen
für Heizungsmodernisierungen. "Das gilt für Altbauten und kann den Hausbesitzern bis zu 1 000 Euro
sparen", so Stadtwerkechef Thomas Unnerstall. Wer zum Beispiel von Öl auf Gas umstellt und sich für
einen Brennwertkessel entscheidet, wird bis Ende des Jahres mit rund 15 Prozent der Investitionskosten
bezuschusst. Dazu kommt noch die Ersparnis aus dem zinsgünstigen Sonderkredit.
Informationen über das Förderprogramm "Renovieren und Modernisieren" gibt es außer bei den beteiligten
Banken und Sparkassen bei der Kreishandwerkerschaft unter Telefon (07 21) 93 28 40.
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Presse
Bericht DER KURIER, 20.09.2002
Förderprogramm soll Handwerk unterstützen:
Renovieren leicht gemacht
Zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für Hausbesitzer und Mieter
Bares Geld wert ist das Förderprogramm "Renovieren & Modernisieren" für Karlsruher Hausbesitzer und
Mieter: Ab sofort erhalten sie zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse zur Renovierung und Modernisierung
ihrer Ein- und Zweifamilienhäuser oder Wohnungen. Der Zinssatz von 3.95 Prozent (Effektivzins: 4,15
Prozent, Laufzeit: fünf Jahre) sowie Sonderbedingungen bei Sondertilgung sollen einen Anreiz schaffen,
jetzt Maßnahmen in Angriff zu nehmen, so Wirtschaftsdezernent Manfred Groh vor der Presse. Verbunden
damit sei die Intention, mit einem Investitionsschub das Handwerk zu unterstützen. "Renovieren &
Modernisieren" entstand aus den Routinegesprächen von Baudezernentin Heinke Salisch mit der
Handwerkerschaft.
"Dem Lamentieren über die Talsohle des Bausektors setzen wir ein überzeugendes Programm entgegen",
meinte Salisch. Die bislang einmalige Kooperation war von der Stadt (Federführung: Wirtschaftsförderung),
vier Kreditinstituten - der Volksbank Karlsruhe und Durlach, der Sparkasse Karlsruhe und Spar- und
Kreditbank Karlsruhe - der Kreishandwerkerschaft Karlsruhe und den Stadtwerken Karlsruhe "festgeklopft"
worden. Egal ob der neue Wintergarten, das neue Bad, der Dachausbau, Einbau einer Heizanlage oder einfach
nur die Schönheitsreperatur: Bis 50 000 Euro stellen die vier Banken zu Sonderkonditionen zur Verfügung.
"Die Kreditzinsen liegen um 0,75 Prozent bis ein Prozent unter dem derzeitigen Marktzins", informierte
Andreas Lorenz, Leiter der Zentralen Kreditabteilung der Volksbank Karlsruhe. Bei einem Darlehen über
50 000 Euro mache dies bei fünfjähriger Laufzeit einer Ersparnis von 1800 bis 2000 Euro aus, rechnet er
vor. Einzige Bedingung: Der Kreditnehmer muss mit einem Innungs-Handwerksbetrieb zusammenarbeiten. Denn
dieser subventioniert ein stückweit die Zinssenkung durch einen eigenen Beitrag.
Bank, Hausbesitzer oder Mieter sowie Handwerksbetrieb müssen ihre Kooperation bis 31. Dezember unter
Dach und Fach haben - die Arbeiten selbst können auch noch 2003 durchgeführt werden. "Fast alle Innungen
sind am Programm beteiligt" bestätigte Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann. Das Programm sei hilfreich
für das Bemühen des Handwerks, auch in schwierigen Zeiten die Mitarbeiter zu halten. Mit drei
Referenzprojekten die bei Investitionen von 0,5 Millionen Euro im Zusammenhang mit "Renovieren &
Modernisieren" vorgezogen werden, steuert die Stadt weitere Impulse für das Handwerk bei, so Salisch.
Hinzu kämen allein Haushaltsmittel über zehn Millionen Euro, die noch bis Ende 2002 von der städtischen
Gebäudewirtschaft in Bauunterhaltungsmaßnahmen fließen sollen. Wer im Altbau energieeinsparende Maßnahmen
vorsieht, kann neben günstigeren Krediten weitere Zuschüsse von den Stadtwerken aus den eigens zum
Förderprogramm aufgelegten und mit jeweils 50 000 Euro bestückten Sonderprogrammen
"Heizkesselmodernisierung" und "Thermische Solaranlagen für Altbauten" erhalten. Maximal 2 000 Euro gibt
es für die Errichtung einer thermischen Solaranlage zur Brauchwassererwärmung. "Eine Anlage kostet bis zu
6 000 Euro, somit gewähren die Stadtwerke Zuschüsse bis zu 25 Prozent", erläuterte
Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Thomas Unnerstall. 400 Euro beträgt der Zuschuss im Heizkesselprogramm.
Ein Prospekt liegt bei den beteiligten Banken und Innungsbetrieben, der Kreishandwerkerschaft, den
Stadtwerken Karlsruhe, in den Rathäusern und bei der Wirtschaftsförderung aus.
-rie-
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Presse
Bericht ka-news.de, 17.09.2002
Finanzspritze für´s Bauen
Neues Förderprogramm: Renovieren und Modernisieren im Mittelpunkt
Karlsruhe - "Nicht aufwendiger als ein Autokauf" soll das Bauen mit dem neu entwickelten Förderprogramm
der Stadt Karlsruhe für private Modernisierer werden. "Renovieren & Modernisieren" nennt sich das
Kooperationsprojekt zahlreicher Geldinstitute der Fächerstadt und der Kreishandwerkschaft mit ihren
Innungsbetrieben. Die Volksbanken Karlsruhe und Durlach, die Sparkasse und die Spar- und Kreditbank
Karlsruhe sowie die Stadtwerke Karlsruhe möchten mit ihren Finanzierungsmaßnahmen den Wohnungsbau
bezuschussen. "Das Programm ist zur Unterstützung der heimischen Bauwirtschaft gedacht", erklärt
Bürgermeister Manfred Groh, Wirtschaftsdezernent der Stadt.
Die Routinegespräche der Handwerkerschaft mit der Baudezernentin Heinke Salisch gaben den Anstoß für
das Förderprogramm. Als "eine schnelle Spritze, für diejenigen, die nicht so ein dickes Auftragsbuch
haben", beschreibt Salisch den Zweck dieses Projektes für die beteiligten Betriebe. Der
Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe, Friedrich Hoffmann weiß: "Der
Wohnungsbau durchschreitet derzeit eine schwierige Talsohle." Deswegen müssen alle Beteiligten helfen,
damit die vielen Arbeitsplätze in diesem Bereich erhalten bleiben. Ziel dieser Kooperation sei, die
Mitarbeiter langfristig beschäftigen zu können.
Förderprogramm unterstützt Hausbesitzer mit bis zu 50.000 Euro
Für Hausbesitzer oder Wohnungseigentümer sollen mit dem zeitlich befristeten Sonderprogramm Anreize
geschaffen werden, wohnwertsteigernde Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Auch Mieter können sich überlegen,
ihren Wohnraum verschönern zu lassen. Private Modernisierer haben ab jetzt bis Ende diesen Jahres die
Möglichkeit, schnell an Geld zu kommen. Selbst der Gang zum Notar bleibt den zukünftigen Bauherren
erspart. 50.000 Euro stellen die Banken Hausbesitzern und Mietern zur Verfügung. Bedingungen für solch
ein Darlehen: Eine Zinsbindung von 3.95 Prozent über fünf Jahre. "Unter den derzeitigen Marktbedingungen
können Interessierte mit diesem Förderprogramm bis zu 2.500 Euro einsparen", rechnet Andreas Lorenz,
Leiter der Zentralen Kreditabteilung in der Volksbank Karlsuhe, vor.
Außer allgemeinen Verschönerungen im Wohnbereich bieten die Kooperationspartner auch Zuschüsse im
Bereich Energieeinsparung an. Die Stadtwerke Karlsruhe möchten mit zwei Sonderprogrammen diese
Erneuerungen für Besitzer von Altbauwohnungen schmackhaft machen. Eine Auflage müssen die Hauseigentümer
erfüllen: Das Gebäude muss mindestens acht Jahre alt sein. Eine Gesamtfördersumme von 50.000 Euro für
jedes Programm ist vorgesehen. So können diejenigen, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen,
beim Einbau einer Solaranlage mit einem Marktwert von rund 6.000 Euro mit bis zu 1.500 Euro bezuschusst
werden. "Mit dieser Maßnahme steigert der Besitzer den Immobilienwert ungemein", weiß Dr. Thomas
Unnerstall, Geschäftsführer der Stadtwerke.
An wen richtet sich das Programm?
Das Förderprogramm "Renovieren & Modernisieren" ist für Hausbesitzer gedacht, die bereits in den
Startlöchern stehen. "Wir möchten den Leuten einen Schub geben, die sowieso etwas in der Richtung
machen wollen", erklärt Bürgermeister Groh. Das Interesse sei da, ergänzt Hoffmann. Oft fehle einfach
nur der Anschub und eine Idee, an günstige Investitionen heranzukommen. (phb)
© www.ka-news.de, Nachrichtenmagazin für Karlsruhe 2002
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