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tima. Helmut Gerst ist sauer. Das verrät das weiße Schild, das sich der
Handwerker um den Hals gehängt hat. "ES reicht", steht da mit roter Farbe drauf geschrieben. Der Grund
für seinen Unmut ist die Mittelstandspolitik der Bundesregierung. Gegen die haben Gerst und rund 200
weitere Handwerker aus dem Bezirk der Kreishandwerkerschaft Karlsruhe gestern auf dem Stuttgarter
Schlossplatz protestiert (siehe auch Politik). Unter dem Motto "Jetzt reicht's! Handwerk gegen S
tillstand" kamen insgesamt rund 10 000 Handwerker aus ganz Baden-Württemberg. Gestartet ist die
Karlsruher Delegation gestern Mittag vor der Europahalle.
"Die Belastungen von der Steuerseite aus sind für uns einfach zu hoch", erklärt Gerst.
Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann sieht die Position der Selbstständigen durch die
"Schieflage zwischen Sozialstaat und freier Marktwirtschaft " als einen "Würgegriff " an. Aus diesem
Grund gelte es unter anderem, die Arbeitnehmerschutzgesetze zu überdenken und die Qualität des
Meisterbriefes zu erhalten. "Andernfalls würde man das Ausbildungssystem in Frage stellen", so
Hoffmann.
Die Unterstützung der Bevölkerung erhoffen sich Edgar und Christian Ganz. "Die Bürger sollten
klarmachen, dass sie die teueren Arbeitsstunden der Handwerker, die durch Lohnzusatzkosten entstehen,
nicht mehr bezahlen können", meint Christian Ganz. So sei immerhin ein kleiner Schritt getan, um
Entlassungen in den Betrieben entgegenwirken. CDU-Bundestagsabgeordneter Ingo Wellenreuther sieht in
der geforderten Stärkung des Mittelstandes den "Schlüssel zur Senkung der Arbeitslosenzahlen in
Deutschland". dt
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