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Das Archiv der Kreishandwerkerschaft

Presse-Information - Press Release 28.11.2003

Kreishandwerkerschaft Karlsruhe ist entsetzt über Handwerks- novelle

Hoffnung auf Vermittlungsausschuss
Karlsruhe (mjo). Enttäuscht reagiert die Kreishandwerkerschaft Karlsruhe auf die vom Bundestag am Donnerstag verabschiedete Handwerksnovelle. Demnach soll der Weg in die Selbständigkeit erleichtert werden, indem nur noch 29 von 94 Gewerken den Meisterbrief als Voraussetzung für die Gründung eines Betriebes vorlegen müssen. Der Karlsruher Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann befürchtet eine Aufweichung des Meisterbriefes als Qualitätssiegel.

Nach seiner Auffassung wird der sich verstärkende Druck auf die Betriebe einen Rückgang der Beschäftigungsverhältnisse zur Folge haben. "Was nützen die vielen Selbständigen, wenn auf der anderen Seite Arbeitnehmer entlassen werden müssen", gibt er zu bedenken. Auch die Ausbildungsbereitschaft werde darunter zu leiden haben.
Die Kreishandwerkerschaft setzt alle Hoffnung auf den Vermittlungsausschuss. Die Handwerksmeister in der Region ermuntert Hoffmann, weiter auszubilden: "Qualifizierte Mitarbeiter sind die Existenzgrundlage der Betriebe." Im Meisterbrief sieht er ein Qualifizierungssystem, das weltweit Beachtung findet. Die Handwerksnovelle zerstöre intakte und zukunftsfähige Strukturen.

Hinweis an die Redaktion:
Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Kreishandwerkerschaft Karlsruhe
Geschäftsführer Engelbert Wangler
Tel. 0721-932 84-0
Fax. 0721-932 84-84
E-Mail: wangler@handwerk-region-karlsruhe.de