Presse-Information - Press Release 17/12/03
Handwerk im Bereich Bruchsal
238 Auszubildende freigesprochen
Kfz-Beruf an der Spitze der Beliebtheit / Veränderungen in der Ausbildung / Abgeordnete fehlten
bei der Feier
Bruchsal (mjo). Das Handwerk in der Region hat seinen guten Ruf als kompetenter Ausbilder wieder einmal bestätigt. 238 Lehrlinge, darunter 32 junge Frauen, haben im Bereich Bruchsal ihre Ausbildung erfolgreich beendet. Traditionell wurden sie von der Kreishandwerkerschaft Karlsruhe von ihren Verpflichtungen als Auszubildende freigesprochen.
 
"In diesem Jahr sind es 22 Auszubildende, darunter neun Frauen, weniger als im vergangenen Jahr", stellte der stellvertretende Kreishandwerksmeister Gerhard Feldmann in der Freisprechungsfeier im Gewerblichen Bildungszentrum, der Balthasar-Neumann-Schule in Bruchsal fest.
Der beliebteste Beruf bei den Männern war der Kfz-Mechaniker mit 34 Auszubildenden, bei den Frauen war es die Friseurin mit 26 Prüflingen.
 
Daran, dass keiner der Lehrlinge seine Gesellenprüfung mit einer glatten Eins abgeschlossen hat, erkannte Feldmann, dass die Anforderungen in den Handwerksberufen angestiegen sind. Trotzdem gab es drei herausragende Prüfungsbeste: Den Maurer Michael Braun, ausgebildet vom Bauunternehmen Zieger in Oberhausen-Rheinhausen, mit der Gesamtnote 1,5, die Friseurin Christine Gaßner, ausgebildet von Friseurmeisterin Annemarie Moch in Kronau, mit der Gesamtnote 1,6 und den Mechatroniker Berd Hörth, ausgebildet von der Firma Braun Sondermaschinen in Ottersweier, mit der Gesamtnote 1,6.
 
In seiner Begrüßungsansprache rückte Feldmann die Veränderungen in der Ausbildung ins Blickfeld. Das Ziel heiße "Ganzheitliches Lernen" und "Arbeiten an Projekten", und dies bedeute zugleich höhere Anforderungen an die Lehrlinge. Dass eine Reihe Jugendlicher dem nicht standhalten könnten, sei auch mit der von der Regierung geplanten Ausbildungsabgabe nicht zu ändern.
Sichtlich enttäuscht zeigte sich Feldmann darüber, dass keiner der eingeladenen Bundes- und Landtagsabgeordneten zur Feier gekommen war. "Das habt ihr nicht verdient", sagte er zu den Jugendlichen. Das Handwerk und sein Nachwuchs werde von den Politikern wohl nur vor Wahlen ernst genommen, vermutete er.

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Ehrung der Prüfungsbesten: Links: Heinz Heiler, Präsident des
Bauwirtschaftsverbandes Nordbaden. 2.v.r.: Gerhard Feldmann, stellvertre- tender Kreishandwerksmeister,
4.v.r.: Erster Landesbeamter Ralph Schlusche. |
Gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt für erstklassig ausgebildete und fleißige Junggesellen rechnete Heinz Heiler, Präsident des Verbandes der Bauwirtschaft Nordbaden und Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (Berlin) den jungen Leuten vor. "Weiterbildung ist notwendig, ihre Mitbewerber schlafen nicht", sagt er. Im Übrigen empfahl er, sich wirtschaftliche Zusammenhänge klar zu machen und den geschickten Umgang mit Geld zu lernen.
Hohes Lob für die beendete Ausbildung gab es auch vom Wirtschaftsdezernenten der Stadt Karlsruhe, Bürgermeister Manfred Groh. Er ermunterte die Junggesellen, die Meisterausbildung ins Auge zu fassen
Hinweis an die Redaktion:
Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Kreishandwerkerschaft Karlsruhe
Geschäftsführer Engelbert Wangler
Tel. 0721-932 84-0
Fax. 0721-932 84-84
E-Mail: wangler@handwerk-region-karlsruhe.de
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