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Das Archiv der Kreishandwerkerschaft

Handwerk will gehört werden

Karlsruher Kreishandwerkerschaft geht offensiv mit Sorgen um
Groß-Präsentation am 16. Juli auf dem Marktplatz mit Stadt und Stadtwerke


Karlsruhe (mjo). "Im Handwerk gärt es. Gesetze, Verordnungen und Bürokratismus zerren an unseren Nerven", stellte Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann bei der Delegiertenversammlung der Karlsruher Kreishandwerkerschaft (KH) fest. "Warum geht es fast allen Ländern in Europa besser als uns?" Einen Grund sieht er unter anderem in den "immer neuen Umverteilungsprogrammen, mit deren Hilfe eine Wiederwahl der politischen Elite erzwungen werden sollte.

Versammlung 2005Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann (links) beklagte den Bürokratismus, der dem selbständigen Handwerk das Leben so schwer mache.
[Foto: John]


"Einzelne Politiker der deutsche Sozialdemokratie haben eine primitive Kapitalismusdiskussion entfacht, in deren Sog auch die Mittelständler und selbständigen Handwerksmeister gezogen wurden, die 70 Prozent aller Arbeitnehmer beschäftigen und 80 Prozent der Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen", so Hoffmann. Deshalb müssten öffentliche Gespräche mit Politikern vor der Wahl stattfinden.

Vorbereitet werde derzeit eine Großveranstaltung des Handwerks am 16. Juli auf dem Marktplatz. Unter dem Motto "Handwerkswelten - Vielfalt des Handwerks" präsentieren sich 16 Innungen zusammen mit der Wirtschaftsförderung der Stadt, mit dem der Arbeitskreis Unternehmerfrauen und den Stadtwerken.

Die Vergabepraxis in Städten und Gemeinden sorgt beim örtlichen Handwerk immer wieder für Kopfschütteln. Daher habe die KH die Kommunen im Landkreis Karlsruhe angeschrieben, um Genaueres über die Berücksichtigung des ansässigen Handwerks bei der Vergabe von Aufträgen zu erfahren. Die Resonanz sei sehr gut gewesen. Die Auswertung laufe, berichtete der Kreishandwerksmeister.

Versammlung 2005Blick ins Auditorium. Von links: Erster Landesbeamter Ralph Schlusche, FDP-Stadtrat Karl-Heinz Jooß, MIT-Kreisvorsitzender Gregor Wick, CDU-Stadtrat Thorsten Ehlgötz, Direktor der Agentur für Arbeit, Hartmut Pleier.
[Foto: John]


Der Landkreis wolle ein verlässlicher Partner für das Handwerk sein, versicherte der Erste Landesbeamte im Landratsamt Karlsruhe, Ralph Schlusche. Er dankte den Handwerksmeistern für ihre Ausbildungsbereitschaft, um damit die Zukunft junger Menschen zu sichern. Gregor Wick, Kreisvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Nordbaden und einer der CDU-Landtagskandidaten, verwies auf den Mittelstand als einen der Hauptinvestoren im Land. Er bringe nicht nur 90 Prozent der betrieblichen Steuer auf, sondern müsse obendrein seine eigene Ausbildung zum Meister selbst finanzieren.

"Aktuelles auf dem Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt" und die "Auswirkungen des Harz IV-Gesetzes für das Handwerk" beleuchtete der Direktor der Agentur für Arbeit, Hartmut Pleier, in einem ausführlichen Referat. Die Grüße des Oberbürgermeisters überbrachte CDU-Stadtrat Thorsten Ehlgötz. Er gab an: "Das Karlsruher Wirtschaftsklima stimmt." Im Vergleich mit anderen Städten halte die Fächerstadt einen Spitzenplatz.

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EHRENGÄSTE

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Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Kreishandwerkerschaft Karlsruhe
Geschäftsführer Engelbert Wangler
Tel. 0721-932 84-0
Fax. 0721-932 84-84
E-Mail: wangler@handwerk-region-karlsruhe.de