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Presse zur Kreishandwerkerschaft

Presse-Information 4.12.2006
220 Gesellen freigesprochen

Feinwerkmechaniker und Friseurin an der Spitze

Karlsruhe (mjo). Die Freude war ihnen ins Gesicht geschrieben: "Endlich ist die Lehrzeit zu Ende" 220 junge Menschen in der Region haben ihre Lehrzeit in ihren jeweiligen Handwerksberufen erfolgreich bestanden. Das war der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe auch in diesem Jahr wieder eine feierliche Freisprechungsfeier im Gewerblichen Bildungszentrum Bruchsal wert. "Werdet gute Gesellen in Eurem Beruf, lasst aber die Menschlichkeit nicht zu kurz kommen", mahnte der stellvertretende Kreishandwerksmeister Gerhard Feldmann die jungen Leute vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

"Wir sprechen heute 220 Gesellinnen und Gesellen frei, vier mehr als vergangenen Jahr", verkündete er. Darunter seien 22 Frauen, elf weniger als im vergangenen Jahr. Beliebtester Beruf bei den Frauen ist nach wie vor Friseurin (14). Auf der Hitliste der erstrebenswertesten Berufe bei den Männern steht an erster Stelle der Feinwerkmechaniker (35) und an zweiter der Kraftfahrzeugmechatroniker (32). Eher im Mittelfeld hält sich der Notenschnitt. Es gab keine "Sehr Gut", dafür schnitten 24 Prüflinge mit "Gut" ab, 114 Auszubildende freuten sich über "Befriedigend" und immerhin 82 mussten sich mit "Ausreichend" zufrieden geben. Dennoch: "Die jungen Leute, die zu uns ins Handwerk kommen, werden wieder besser", betonte Feldmann zufrieden.

Wie interessant sich ein Lebensweg entwickeln kann, führte Festredner Pater Hermann Josef Hubka von der Wallfahrtskirche Waghäusel den frisch gebackenen Junggesellen vor Augen. Er zeigte ihnen seinen Gesellenbrief, den er selbst 1976 im Maler- und Lackiererhandwerk bekommen hatte. "Das war für mich keine Endstation", sagt der Geistliche und ermunterte die jungen Leute, weitere Herausforderungen anzunehmen. "Ihr seid selbst für euch verantwortlich", schrieb er ihnen ins Stammbuch und wünschte ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg Herzenwärme und Durchhaltevermögen.

Der Bruchsaler Bürgermeister Ulli Hockenberger gratulierte den Jugendlichen und unterstrich die Bedeutung der beruflichen Bildung. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgten der Showchor "con Trast" unter der Leitung von Walter Seitz.

Mit Urkunden und Buchpreisen geehrt wurden die Jugendlichen, die am besten bei der Gesellenprüfung abgeschnitten haben sowie diejenigen, die beim praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend ein gutes Ergebnis erzielt haben. Hier die Besten: Prüfungsbester im Bereich Bruchsal wurde Zimmerer Christian Löbel aus Rheinstetten mit der Gesamtnote 1,3. Er wurde von Zimmerermeister Hans-Georg Becker, Kraichtal, ausgebildet.

Außerhalb Bruchsal hat der Technische Zeichner Sven Reiling aus Pforzheim (Kramski GmbH, Pforzheim) mit der Gesamtnote 1,5 das beste Ergebnis geschafft. Auf das Siegertreppchen bei den Praktischen Leistungswettbewerben kämpfte sich der Orthopädiemechaniker und Bandagist Johannes Zepf aus Gaggenau, ausgebildet von Storch & Beller in Karlsruhe. Er wurde Kammer- und Landessieger sowie zweiter Bundessieger.

Pater Hermann Josef Hubka vom Kloster Waghäusel Gruppenbild der Prüfungsbesten Einige der geehrten Gesellen
links: Pater Hermann Josef Hubka vom Kloster Waghäusel mit seinem Gesellenbrief als Maler & Lackierer.
Mitte: Gruppenbild der Prüfungsbesten mit Handwerkskammerpräsident Joachim Wohlfeil (ganz links), Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann (2.v.l.) und dem stellvertretenden Kreishandwerksmeister Gerhard Feldmann (ganz rechts). rechts: Einige der geehrten Gesellen. Fotos: John

Hinweis an die Redaktion:
Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Kreishandwerkerschaft Karlsruhe
Geschäftsführer Engelbert Wangler
Tel. 0721-932 84-0
Fax. 0721-932 84-84
E-Mail:
wangler@handwerk-region-karlsruhe.de