Presse-Information 19.03.2007
Viele heiße Eisen im Feuer (08.03.07)
Rund 1800 Jugendliche interessierten sich fürs Handwerk
Berufsfindung langwieriger Prozess
Praktika angefragt
Karlsruhe (mjo). "Ein Beruf muss Spaß machen", sagt Matthias Tyka und zeigt begeistert die verschiedenen Möglichkeiten, die es gibt, um zu schweißen: Lichtbogenschweißen, Schutzgasschweißen, mit Stabelektroden schweißen oder computergesteuertes Brennschweißen. Metallbau, davon ist der Azubi im ersten Lehrjahr überzeugt, ist "ein super interessanter Beruf". Und er weiß: "Schon wenn man einen Schweißerpass in der Hand hat, ist man vor Arbeitslosigkeit sicher."
Matthias Tyka ist einer der unzähligen Lehrlinge, die sich beim Tag der Berufsinformation in der Heinrich-Hübsch-Schule, der Carl-Hofer-Schule und in der Gewerbeschule Durlach über die Schulter schauen ließen. Dominique, Mattheo und Andrej von der Michael-Ende-Schule in Bad Schönborn wären mit ihrer Berufsfindung auch gerne schon so weit. Doch sie schwanken noch zwischen Elektrotechnik und Kfz-Handwerk.
Berufsfindung ist ein langwieriger Prozess, betonten die Berufsberater Wolfgang Hafner und Johannes Folz, die den Schülerinnen und Schülern die gezielte Arbeit mit den Informationsblättern der Agentur für Arbeit zur Berufsausbildung erklärten. Insgesamt waren es fast 1 800 Jugendlichen aus der Region, die die gewerblichen Bildungsanstalten stürmten, um einen Überblick über handwerkliche Berufe zu bekommen.
Schreiner, Maler, Dachdecker, Friseur, Fotograf oder doch lieber Metzger, Bäcker oder Maßschneider? Der Möglichkeiten gibt es viele. Die Frage ist, für welchen Beruf man wirklich geeignet ist. Um das heraus zu bekommen, hatten die Schreiner gleichzeitig einen Eignungstest angeboten. An die 30 Jugendliche nützten die Möglichkeit und unterzogen sich dem Test in Klausuratmosphäre.
Die meisten Schulen haben sich zum Besuch klassenweise formiert, erzählten Elke Büttner und Doris Dillschneider von der Karlsruher Kreishandwerkerschaft( KH), die diesen Berufsinfotag seit vielen Jahren zusammen mit Partnern organisiert. Etliche Jugendliche hätten sich nach Praktika erkundigt, berichtete KH-Geschäftsführer Engelbert Wangler. Positiv bewertete er das Interesse der Schülerinnen und Schüler.
Die meisten seien gut auf den Rundgang durch die Werkstätten vorbereitet. Auch einige Eltern seien mit von der Partie. Das fröhliche Gedränge in den Gängen habe sie nicht geschreckt. Und überall konnte gewerkelt werden. Schieferherzen waren bei den Dachdeckern der Hit, bei den Zimmerern ging's ums Nägelschlagen, bei den Tischlern wurde gehobelt und in der Schmiede lagen viele heiße Eisen im Feuer.








Die Fotos wurden an der Heinrich-Hübsch-Schule gemacht und zeigen Friseur, Metallbau, Schneiderei und Zimmerer. [Fotos: John]