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Presse-Information 17.12.2007
280 Lehrlinge freigesprochen
Schreiner bei Freisprechungsfeier in Bruchsal am stärksten / Blanco-Chef Frank Straub hielt Festrede
Bruchsal (mjo). Die traditionelle Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft für die Region Karlsruhe im Gewerblichen Bildungszentrum Bruchsal erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die ausführlichen Ehrungen von Prüfungsbesten bei der Gesellenprüfung und Siegern im praktischen Leistungswettbewerb und die knapp gehaltenen Ansprachen der Honoratioren werden stets von mitreißender Rock und Popmusik umrahmt. So schließen sich Jahr immer mehr Innungen der Veranstaltung an. In diesem Jahr sprengte die Zahl der Besucher beinahe den Rahmen des festlich geschmückten Foyers.
Kein Wunder, dass der stellvertretende Kreishandwerksmeister Gerhard Feldmann strahlte: "Wir sprechen heute 280 Gesellen frei", verkündete er, "darunter sind 43 junge Frauen". Von diesen kommen 20 aus dem Friseur- und zehn aus dem Konditorenhandwerk. Standen bei den Männern bisher die Kraftfahrzeug-mechatroniker an erster Stelle (39) so wurden sie dieses Mal von den Tischlern überrundet. Die Schreinerinnungen Karlsruhe und Bruchsal stellten zusammen 51 ehemalige Auszubildende, auf Platz zwei lagen die Feinwerkmechaniker der verschiedenen Fachrichtungen mit 41 Junggesellen.
Frank Straub, Vorsitzender der Geschäftsführung der Firma Blanco (Oberderdingen) gratulierte den jungen Leuten in seiner Festansprache zum Übergang vom Erzogenwerden zur Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung. Ins Stammbuch schrieb er ihnen den hohen Wert von Ethik und traditionellen Werten im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern. "Das macht sich langfristig bezahlt", sagte er.
Landrat Christoph Schnaudigel ging auf das Duale Ausbildungssystem ein, das er als "fundamental wichtig" bezeichnete. Er unterstrich den hohen Stellenwert, den eine gute und fundierte Ausbildung für junge Menschen besitzt. Es sei daher ein gutes Zeichen, dass es im Landkreis , auch an den kreiseigenen Berufsschulen, viele Angebote an Fort- und Weiterbildung gebe. Gerhard Feldmann fürchtet und um den Fortbestand des Dualen Systems, obwohl dem deutschen Vorbild doch in vielen Ländern dieser Erde nachgeeifert werde.
Die Karlsruher Wirtschaftsbürgermeisterin Margret Mergen zeichnete den jungen Leuten einen guten Zukunftsweg vor, denn sie hätten eine Zeit erwischt, in der die Betriebe boomen und Fachkräfte gesucht seien. "Gehen Sie in Betriebe, die sie spannend finden", rief sie den jungen Leuten zu. "Und wenn Sie nicht finden, was Sie suchen, dann machen Sie sich selbständig."
Geehrt wurden 32 Sieger des Praktischen Leistungswettbewerbs der Handwerksjugend, an der Spitze der Maurer Michael Janzer aus Bruchsal, der Bundes-, Landes- und Kammersieger wurde. Geehrt wurden ferner die zwölf Prüfungsbesten der Gesellenprüfung, an der Spitze der Tischler Andreas Müller aus Karlsruhe, sowie die vier besten Prüflinge des Jahres: der Zimmerer Jochen Müller (Reilingen), Tischler Daniel Cieschoka (Karls-ruhe), Bäcker Patrick Köhler (Ubstadt-Weiher) und Tischler Andreas Mül-ler (Karlsruhe). Für die musikalische Umrahmung sorgte der Showchor con trast unter der Leitung von Walter Seitz.
 Gerd Lutz, Hauptgeschäftsführer der Karlsruher Handwerkskammer, ehrt die Landes- und Kammersiegerin im Fotografenhandwerk, Helia Fernandes. |
 Es gratulierten zur Freisprechung (v.l.): Stellvertretender Kreishandwerksmeister Gerhard Feldmann, die Karlsruher Wirt-schaftsbürgermeisterin Margret Mergen, Blanco-Chef Frank Straub und der Bruchsaler Bürgermeister Ulli Hockenberger. |
 Gute Leistung wird belohnt: Hier ehrt Festredner und Blanco-Firmenchef Frank Straub den Landes- und Kammersieger im Dachdeckerhandwerk Philipp Gradner. |
Fotos: mjo
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