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Presse-Information 14.03.2008
Kfz-Motoren und Süßes lagen hoch im Kurs
Mehr als 1 500 Schüler informierten sich über realistische Chancen in Handwerksberufen
Karlsruhe (mjo). Ein ungewohntes Bild vor dem Bildungszentrum der Handwerkskammer in der Hertzstraße: Der Platz davor ist schwarz von Menschen. Es sind mehr als 1 500 Schülern, die in einer schier endlosen Schlangenlinie ins Haus drücken. Fröhlich lärmend, aber durchweg diszipliniert, ziehen sie am Stand der Kreishandwerkerschaft vorbei, warten, bis ihre Lehrer sich angemeldet haben, um sich dann in eine der Gruppe einzureihen, die von Mitarbeitern des Bildungszentrums durchs Haus geführt werden.
Es ist der 19. Tag der Berufsinformation, initiiert von der Kreis-handwerkerschaft Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Karls-ruher Handwerkskammer und den Gewerbeschulen: In der Halle des Kfz-Handwerks sind die Jungen aus den achten und neunten Klassen von Haupt-, Real- und Förderschulen in ihrem Element. Unbefangen stellen sie tausend Fragen. Auch ein Mädchen ist ganz vorne dran: Svenja von der Wilhelm-Lorenz-Realschule. "Ich will Kfz-Mechatronikerin werden", sagt sie.
Bei den Dachdeckern wird es eng. Hier können die Jungs ihre Schlagfestigkeit an lange Nägeln und dicken Balken testen, die Mädchen zieht es zu den Schieferherzen, die von Auszubildenden produziert werden.
"Unsere Schüler werden ein ganzes Jahr lang mit Berufen konfrontiert", erzählt Sonderschullehrer Franz Rabung von der Carl-Orff-Schule in Ettlingen. "An Tagen wie diesen sammeln wir Informationen, in den Praktika lernen die Jugendlichen Arbeitstugenden wie Pünktlichkeit und Durchhaltevermögen. Im Unterricht werden die Erlebnisse aufbereitet. Die Schüler geben sich dann sogar gegenseitig Tipps."
Bei den Bäckern und Konditoren steht Süßes hoch im Kurs. Romina, Vanessa und Alisei von der Bolanden-Werkrealschule Wiesental sind hin- und hergerissen vom Anblick der in dunklem Schokoladenteig rührenden Auszubildenden. "Ja, ja, wir machen daraus Pralinen", verrät einer und zeigt auf das Backblech mit den fertigen Köstlichkeiten. Prompt wollen alle davon kosten. "Ihr dürft zulangen", erlauben Bäcker-obermeister Karlheinz Jooß und Konditorobermeister Reinhold Block.
Bei den Malern will Christine Strehlau, Lehrerin an der Pestalozzi-Schule Bretten, ihre Schüler von den realistischen Chancen in diesem Beruf überzeugen. "Viele haben noch überhaupt keine Vorstellung", meint sie. Bei den Metallern fällt die ängstliche Frage, ob man dafür Englisch braucht, bei den Maurern und Stuckateuren geht es ruhig zu, dafür ist in der Kantine der Bär los. "Es waren auch viele Eltern da", resümiert zufrieden Engelbert Wangler, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Großer Andrang: Mehr als 1 500 Schülerinnen und Schüler aus Haupt-, Real- und Förderschulen informierten sich gestern über die verschiedenen Handwerkberufe. Teilweise durften sie selbst Hand anlegen. Foto: mjo
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